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DIE WEIHNACHTSZEIT AUS DER SICHT UNSERES GEHIRNS

21/12/20

Weihnachten steht vor der Tür und ruft wie jedes Jahr starke Reaktionen und Gefühle in uns hervor.

Für manche bedeutet sie mehr Zeit mit der Familie, Entspannung, Geschenke, Feiern und üppiges Essen; andere hingegen verbinden Weihnachten eher mit erzwungenem Beisammensein, Melancholie und Vorbereitungsstress. Kurzgefasst: Es gibt keine goldene Mitte, entweder Sie lieben sie oder Sie hassen sie!

Was passiert denn in unserem Nervensystem in der Weihnachtszeit?

 

„Bald ist Weihnachten… ich freue mich schon!“

Die festliche Atmosphäre der Adventszeit regt die Produktion der Neurotrasmitter Serotonin und Dopamin an, die für unser Wohlbefinden verantwortlich sind. Im Besonderen stärkt Serotonin unser Zusammengehörigkeitsgefühl, während Dopamin aktiv auf das Motivations- und Belohnungszentrum einwirkt.

DIE WEIHNACHTSZEIT AUS DER SICHT UNSERES GEHIRNS

 

„Weihnachten mit der Familie… juhu!“

Weihnachten ist ein Familienfest. Das damit verbundene Gefühl von Harmonie und Geborgenheit wird durch das „Liebeshormon“ Oxytocin hervorgerufen, das den Mutterinstinkt und die Familienbande steuert.

DIE WEIHNACHTSZEIT AUS DER SICHT UNSERES GEHIRNS

 

„Oh ne… schon wieder so viel Essen!”

Das ist der Gedanke des Hypothalamus. Dieses Bündel aus Nervenkernen löst eine leichte Entzündung jedes Mal aus, wenn wir mit dem Essen übertreiben. Nichts Schlimmes, solange es um Einzelfälle geht – wie z.B. das Weihnachtsdinner.

DIE WEIHNACHTSZEIT AUS DER SICHT UNSERES GEHIRNS

 

„Weihnachten… einfach nur purer Stress!“

Was passiert unserem Körper kurz vor Weihnachten, wenn wir mit den Last-Minute-Geschenken oder den letzten Vorbereitungen beschäftigt sind? In diesen hektischen Stunden kommen Adrenalin und das sogenannte „Stresshormon“ Cortisol ins Spiel. Letzteres hat einen starken Einfluss auf den Hippocampus, das zentrale Hirnareal für Lang- und Kurzzeitgedächtnis. Dies erklärt, warum uns die Angst, etwas zu vergessen, oder die Verantwortung, mehrere Aufgaben auf einmal zu erledigen, uns so viel Stress bereiten!

DIE WEIHNACHTSZEIT AUS DER SICHT UNSERES GEHIRNS

 

„In der Weihnachtszeit sind wir alle netter!“

Aus neurowissenschaftlichen Studien ist hervorgegangen, dass großzügiges Verhalten die Neuronen im sogenannten Glücksareal stimuliert. Die Suche und der Kauf von Geschenken für seine Lieblingsmenschen regen die Produktion von Endorphinen an und setzen somit einen positiven Kreislauf in Gang, der den Stress fernhält – und auch die Sorge über die hohen Ausgaben!

DIE WEIHNACHTSZEIT AUS DER SICHT UNSERES GEHIRNS

 

Wenn Sie den Animationsfilm „INSIDE OUT“ gesehen haben (falls nicht, holen Sie es unbedingt nach!), dann wissen Sie sehr gut, dass unser Gehirn nach komplexen Mechanismen agiert und reagiert, die auch dem vielfältigen emotionalen Spektrum zugrunde liegen. Es sollte nicht überraschen, dass die Weihnachtszeit gemischte Gefühle in uns hervorrufen kann.

Wir verabschieden uns mit dem Wunsch, dass Sie positive Gedanken und gute Laune in den kommenden Wochen begleiten werden.

Frohe Weihnachten!